FAQ
Hier findest du die Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Was ist eine vertebrale Subluxation?
Mit einer vertebralen Subluxation meinen Chiropraktiker ein dysfunktionales Gebiet der Wirbelsäule, das sich aufgrund seines Einflusses auf das Nervensystem negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirkt. Die dysfunktionalen Gebiete fühlen sich meist fest oder erhaben an, es sind aber keine Knochen verschoben. Vielmehr verhärten sich einige kleine Zwischenwirbelmuskeln, die den Wirbelkörper so sehr verdrehen, dass bestimmte Teile des Wirbelkörpers deutlicher hervorstehen und als blockiert tastbar erscheinen.
Können sich die Symptome verschlimmern?
Eine Behandlung hat einen erheblichen Effekt auf die Nerven und Muskulatur, daher können z.B. Muskelschmerzen zu einer Steifheit/Bewegungsunlust in den ersten Tagen nach der Behandlung führen. Auch können undeutliche Lahmheiten deutlicher werden, wenn durch eine Behandlung eine Schonhaltung korrigiert wird und die Kompensationsmechanismen nicht mehr wirken. Hierdurch kann die Lokalisation der Lahmheitsursache detektiert werden und der Haustierarzt kann eine entsprechende Behandlung einleiten. Im Regelfall gibt es eine deutliche Verbesserung der Symptome direkt nach der Behandlung oder in den ersten Tagen danach.
Kann eine Behandlung Schaden anrichten?
Grundsätzlich nein. Manchmal kommt es zu einer Erstverschlimmerung oder es werden Lahmheiten deutlicher sichtbar, wenn die Kompensationsmechanismen genommen werden. Echten Schaden kann man nur anrichten, wenn eine Fraktur vorliegt und dies nicht erkannt wurde. Daher sollte im Zweifel vorher immer ein Röntgenbild angefertigt werden. Auch Arthrose, Spondylose und DISH stellen keine Kontraindikationen dar, da man dem Tier durch eine Behandlung immer helfen kann, die Biomechanik der Bewegungsabläufe zu verbessern und Blockaden in gesunden Gelenken zu lösen, die durch eine fehlerhafte Belastung entstanden sind. Auch können keine Bänder beschädigt werden, da die Justierung mit geringer Amplitude ausgeführt wird.
Reicht eine einmalige Behandlung aus?
Normalerweise reicht eine Behandlung nicht aus. Je länger eine falsche Haltung / ein fehlerhafter Bewegungsablauf vorgelegen hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Körper wieder in diese alten Muster verfällt. Eine regelmäßige (individuell festgelegte) Behandlung und zusätzlich unterstützendes Training können einen langfristig stabilen, positiven Effekt haben. Bei akuten Bewegungseinschränkungen (z.B. nach einem Sprung) kann auch eine einmalige Behandlung ausreichend sein.
Kann die Behandlung schmerzhaft sein?
Blockaden können durch die umliegende, angespannte Muskulatur schmerzhaft sein. Auch das Lösen der Blockade kann in dem kurzen Moment Schmerzen verursachen. Jedoch sind die Schmerzen danach oft deutlich besser oder gänzlich verschwunden.
Weigern sich einige Tiere?
Es gibt skeptische Tiere, die sich überhaupt nicht anfassen lassen wollen und welche, die sich nur im blockierten Bereich nicht berühren lassen wollen. In der Regel merken die Tiere schnell, dass ihnen die Behandlung guttut, und sie entspannen sich dabei. Ist die Gefahr einer Abwehrreaktion zu groß, sollten Hilfsmittel wie Maulkorb oder Nasenbremse verwendet werden. Bekommt man ein Tier überhaupt nicht überzeugt sich behandeln zu lassen, kann man eine Sedation in Erwägung ziehen. Dies kommt aber in den seltensten Fällen vor.
Gibt es eine Erfolgsgarantie?
Es gibt keine Garantie, dass sich die Symptome verbessern, aber eine Behandlung hat immer positive Effekte auf das innere Gleichgewicht des Körpers, auch wenn man das nicht sehen kann. Die Nervenfunktionen werden verbessert, Rezeptoren werden aktiviert und sogar die Muskelkraft kann gesteigert werden.
Wann sollte ich bei meinem Tier eine Behandlung durchführen lassen?
Neben dem Wunsch nach besseren sportlichen Leistungen, gibt es eine Vielzahl von Symptomen, die eine Behandlung erforderlich machen (z.B. plötzliche Unrittigkeit, latente Lahmheiten ohne erkennbare Ursache, beschwerliches Aufstehen, Aufjaulen bei bestimmten Bewegungen, Trägheit, wiederkehrende Koliken,...). Chiropraktik hat einen wesentlichen Effekt auf die Propriozeption, also die Wahrnehmung des Körpers im dreidimensionalen Raum. Auch Kleinigkeiten wie vermehrtes Stolpern können hiermit behoben werden. Dysfunktionen der Wirbelsäule treten deutlich früher auf als Schmerzen. Auch wenn scheinbar alles gut ist, können Blockaden vorliegen, die bei alltäglichen Bewegungen plötzlich entstehen. Eine Behandlung hat also immer positive Effekte auf den Körper. Um seinem Tier etwas Gutes zu tun, sollte man mindestens 1-2 Mal pro Jahr eine Behandlung durchführen lassen.
Spielt das Alter eine Rolle?
Sowohl Jungtiere als auch Senioren können behandelt werden. Gegebenenfalls muss die Intensität angepasst werden, da z.B. ältere Tiere eine Behandlung nicht mehr so gut wegstecken und eine längere Zeit danach brauchen um sich zu regenerieren. Bei älteren Tieren ist eine regelmäßige Behandlung ohne spezielle Indikation sogar empfehlenswert, da die Biomechanik verbessert wird und das Wohlbefinden im Alltag gesteigert wird. Neuroplastizität findet auch noch im hohen Alter statt!
Auch bei sehr jungen Tieren kann eine Behandlung sinnvoll sein, wenn z.B. während der Geburt Blockaden entstanden sind.
Ist Chiropraktik besser als Osteopathie?
Hierauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Je nach Individuum und Beschwerdebild kann die eine oder die andere Behandlung sinnvoller sein. Die Behandlungs- und Wirkungsweisen unterscheiden voneinander. Um die beschriebene Art von physiologischen Veränderungen hervorzurufen, muss eine chiropraktische Justierung in unter 200 Millisekunden durchgeführt werden. Ansonsten hat die Behandlung andere physiologische Effekte auf den Körper. Von daher sind chiropraktische und osteopathische Behandlungen nicht als konkurrierend anzusehen, sondern als sinnvolle Ergänzung zueinander.
Ist die Chiropraktik wissenschaftlich fundiert?
Über die letzten Jahren gab es in der Humanmedizin viele Studien, die Veränderungen nach einer chiropraktischen Behandlung dokumentiert haben. Es gab messbare Effekte auf:
- Sehschärfe und Sehfeld
- Gelenkpositionswahrnehmung
- Reaktionszeiten
- Verarbeitung im Gehirn von sensorischen und motorischen Informationen
- Erregbarkeit der Rückenmarksreflexe
- Muskelstärke und Entwicklung von Muskelermüdung
- Informationsübertragung vom zentralen Nervensystem zu den Muskeln